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Aktienanalyse

 

Die Finanzanalyse/Aktienanalyse ist eine Tätigkeit im Finanzmarktbereich. Finanzanalysten werten systematisch Informationen über mögliche Investitions- oder Handelsobjekte wie zum Beispiel Wertpapiere, Unternehmen oder Börsenindizes aus und ziehen daraus Rückschlüsse auf deren Entwicklung. Insbesondere versuchen sie, den Kursverlauf von Aktien oder Börsenindizes vorherzusagen.

Die Arbeit professioneller Finanzanalysten wird in Deutschland durch §34b des Wertpapierhandelsgesetzes (WpHG) reguliert. Dieses verpflichtet die Analysten grundsätzlich zu „Sachkenntnis, Sorgfalt und Gewissenhaftigkeit“. Außerdem betrifft es mögliche Interessenskonflikte zwischen der Finanzanalyseabteilung und anderen Abteilungen (zum Beispiel dem Investment Banking) der gleichen Organisation. Solche Konflikte sollen möglichst gering gehalten und - wenn unvermeidlich - zusammen mit den entsprechenden Finanzanalysen veröffentlicht werden.

Diese Regulierung ist weniger strikt als entsprechende US-Gesetze, die eine strikte Trennung (Chinese Wall) zwischen den verschiedenen Abteilungen vorschreiben.

Auch für Finanzjournalisten besteht nach §34 WpHG eine Sorgfaltspflicht.


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Ergebnis der Finanzanalyse :

Das Ergebnis der Analyse ist eine Handlungsempfehlung. Der Analyst ordnet das untersuchte Wertpapier bzw. den untersuchten Markt in Kategorien ein. Üblich sind die Empfehlungen:

  • Kaufen (engl. "Buy")
  • Halten (engl. "Hold")
  • Verkaufen (engl. "Sell")

Während Kaufen und Verkaufen selbsterklärend sind, ist die Empfehlung "Halten" interpretationsbedürftig. Üblicherweise bedeutet "Halten" dass die erwarteten Kursänderungen unter Berücksichtigung der Transaktionskosten keine klare Empfehlung erlauben. Besitzt der Anleger das Papier bereits, lohnt sich ein Tausch in ein mit "Kaufen" beurteiltes Papier nicht. Besitzt er es nicht, so soll er lieber ein mit "Kaufen" beurteiltes Papier erwerben.

Manche Analysten differenzieren stärker und heben besonders empfehlenswerte (risikoreiche) Aktien mit dem Attribut "strong" hervor. Eine weitere Differenzierung kann das Wort "Akkumulieren" oder "Abbauen" bedeuten:

  • Klarer Kauf (engl. "Strong Buy")
  • Kaufen (engl. "Buy")
  • Akkumulieren (engl. "accumulate)
  • Halten (engl. "Hold")
  • Reduzieren (engl. "Reduce")
  • Verkaufen (engl. "Sell")
  • Klarer Verkauf (engl. "Strong Sell")

Ist die Empfehlung nicht anders gekennzeichnet, so ist es eine absolute (d.h. von der Marktentwicklung unabhängige) Empfehlung. Teilweise setzen Analysten die Marktentwicklung jedoch als gegeben voraus und bewerten Papiere relativ zum Markt. Die Urteile lauten dann:

  • outperformer > besser als der Markt
  • market performer > dem Markt entsprechend
  • underperformer > schlechter als der Markt

Eine solche Bewertung setzt die Angabe eines Index als Benchmark voraus.

 

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